Auf ein ereignisreiches Jahr durfte der Vorsitzende der Zwieseler Wald-Vereins-Sektion, Reinhard Wölfl, gemeinsam mit rund 50 Gästen in der 143. Jahreshauptversammlung zurückblicken. Er selbst bekam viel Lob für sein erstes Jahr als Vereinschef.

rechts: 1. Vorsitzender Reinhard Wölfl
Wölfl begrüßte die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger und den Ehrenvorsitzenden Egon Thum. Beim Totengedenken erinnerte man an die 16 im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder. Bürgermeister Eppinger pinger. „Ich bin immer wieder erstaunt über die Vielfältigkeit der Angebote, die dieser rührige Verein für seine Mitglieder bereitstellt“, sagte Bürgermeister Eppinger in seinem Grußwort.
Lob für neuen Chef Reinhard Wölfl

An Reinhard Wölfl gewandt fügte er hinzu: „Dein erstes Jahr als neu gewählter Sektionschef ist vorbei und es war ein sehr gelungenes Vereinsjahr.“ Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit, zum Beispiel beim „Zwieseler Buntspecht“. Die beliebte Kunstausstellung findet heuer zum 62. Mal statt. „Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unsere Gesellschaft nichts – und das Ehrenamt wird in diesem Verein gelebt“, lobte Eppinger.
Dann ergriff die 2. Vorsitzende Tamara Stadler im Namen des Hauptvereins das Wort und gab einen Überblick über dessen Aktivitäten und Ziele für das laufende Jahr.
Im Anschluss ließ Reinhard Wölfl das vergangene Vereinsjahr anhand einer Fotopräsentation noch einmal kurz aus seiner persönlichen Sicht Revue passieren. „Besonders begeistert hat mich das Gemeinschaftsgefühl in unserem Verein. Sei es der gemeinsame Grenzlandfestbesuch, die Sektionsabende oder der Zwieseler Buntspecht: Wir arbeiten Hand in Hand und unterstützen uns gegenseitig“, sagte der Vorsitzende.
Dank an Unterstützer
Zum Schluss seines Berichts bedankte sich Reinhard Wölfl besonders bei seinen Vorstands- und Ausschusskollegen für ihre tatkräftige Unterstützung: „Ich denke, ich habe mich noch nie in meinem Leben so oft bei jemandem bedankt wie im abgelaufenen Jahr 2025. Und jedes Dankeschön war aufrichtig und ehrlich gemeint. Ich freue mich sehr über eure Unterstützung und bin dankbar, dass ihr mich als 1. Vorsitzenden so gut aufgenommen habt.“ Ein besonderes Dankeschön richtete er an Ursula Mühl, die während der gesamten Ausstellungszeit des Buntspechts an der Kasse die Stellung hielt.
Schriftführerin Marianne Hirschbold informierte über die Mitgliedszahlen. Sie teilte mit, dass der Verein insgesamt 634 Mitglieder habe und damit die drittgrößte Sektion des Bayerischen Wald-Vereins sei. Insgesamt fanden sechs Ausschusssitzungen statt, in denen die Veranstaltungen und Abläufe besprochen wurden.
Schatzmeisterin Brigitte Straub legte die Finanzen dar. Als Fazit stellte sie fest, dass im Vereinsjahr 2025 gut gewirtschaftet wurde. Dies bestätigte Kassenprüfer Franz Schober, der gemeinsam mit Evi Haller die Kassenprüfung vorgenommen hatte und Brigitte Straub eine tadellose Buchführung attestierte. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde ohne Gegenstimme beschlossen.
250 Übernachtungen auf der Höllbachhütte
Kulturwartin Ursula Stober ließ in ihrem Bericht noch einmal die Kulturfahrten des Vereins Revue passieren – dabei ging es für die Zwieseler Sektion unter anderem nach Bregenz, nach Reichenbach und auch in die Tschechische Republik zur Burg Rabi. Kultur wurde aber auch heimatnah angeboten: Bei der „Herbstlichen Sitzweil“ und bei der Adventsfeier wurden stimmungsvolle Geschichten und Gedichte aus unserer Heimat vorgetragen.
Wanderwart Martin Weinberger konnte auf ein sehr aktives Wanderjahr zurückblicken. Durch ihn und seine Wanderführer wurden die unterschiedlichsten Aktivitäten angeboten – von Wanderungen über Touren mit dem E-Bike, auf Skiern oder Schneeschuhen. Man werde auch in Zukunft ein Angebot für jedermann anbieten, so Weinberger.
Hüttenwart Fritz Lemberger informierte, dass die Höllbachhütte mit rund 250 Übernachtungen sehr gut besucht war und es inzwischen sehr viele Stammgäste gebe. Es wurde ein Belegungsplan für die Homepage erstellt, der übersichtlich die bereits getätigten Belegungen anzeigt. Lemberger warb für die Nutzung der Hütte, auch mit Blick auf den Hüttennachmittag des Vereins, der am 25. Mai 2026 stattfinden wird.
Irmgard Schaffer ließ durch Reinhard Wölfl verkünden, dass hinsichtlich des Liedgutes im Archiv des Wald-Vereines nun ein Projekt zur Digitalisierung und Konservierung in Kooperation mit Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums gestartet wurde.
28 Mitglieder geehrt
Bei der Versammlung wurden 28 langjährige Mitglieder des Wald-Vereins für ihre Treue geehrt (siehe unten). Reinhard Wölfl sprach ihnen allen Respekt und Anerkennung aus und betonte, dass die Geehrten auch Vorbilder für die kommende, junge Generation seien. „Ohne das Ehrenamt in den unterschiedlichsten Bereichen, gäbe es in unserer Gesellschaft eine große Lücke“, so Wölfl.
Bei seinem Schlusswort dankte er noch einmal den Vorstands- und Ausschussmitgliedern für die geleistete ehrenamtliche Arbeit und ihre großartige Unterstützung bei seinen neuen Aufgaben. Als weitere wichtige Themen nannte Wölfl die Mitgliederwerbung sowie die gemeinsamen Arbeit zum Erhalt der Natur und des Brauchtums und Kulturguts. Mit lang anhaltendem Applaus und angeregten Gesprächen ließ man den Abend ausklingen.

Ehrungen: 25 Jahre: Wolfgang Schreder, Christian Friedrich, Maria Bernreiter, Lothar Fürst, Josef Greil jun., Stefan Sempert, Markus Stich, Karola und Rudi Schmid. 40 Jahre:Franz Joachimsthaler, Martin Kraus, Walter Seemann, Elke und Christian Scholz, Dagmar Fischer, Markus Kuchler, Brigitte und Wolfgang Schriever, Martin Strunz.50 Jahre: Helga Brandl, Rosa Schillinger, Hannelore und Kuno Hackl.60 Jahre: Alois Wudy, Inge Blöchl, Katharina Handlos und Barbara Heider.
von Marianne Hirschbold (PNP, 30.03.2026)
