Drei Gipfel, beeindruckende Ausblicke und herrliches Wanderwetter

Eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Bergwanderung führte elf Wanderfreunde des Wald-Vereins Zwiesel über die drei Tausender Heugstatt (1.262 m), Enzian (1.287 m) und Hochstein (1.134 m). Bei herrlichem Wanderwetter erwarteten die Teilnehmer eindrucksvolle Ausblicke, felsige Pfade und unvergessliche Naturerlebnisse.
In Fahrgemeinschaften ging es zunächst zum Forsthaus Schareben, dem Ausgangspunkt der Tour. Aufgrund eines gleichzeitig stattfindenden Berglaufs waren die Parkplätze bereits gut belegt. Nachdem schließlich alle einen Stellplatz gefunden hatten, konnte die Wanderung beginnen.
Aufstieg zum Heugstatt

Gleich zu Beginn stand der rund 250 Höhenmeter umfassende Aufstieg zum Heugstatt auf dem Programm. Über teilweise steile und felsige Passagen führte der Weg bergauf und verlangte den Teilnehmern einiges an Kondition und Trittsicherheit ab. Nach etwa 45 Minuten erreichte die Gruppe das außergewöhnliche Gipfelkreuz aus Birkenästen, das mit kleinen Windfahnen geschmückt ist.
Bei einer ersten Rast genossen die Wanderer den herrlichen Panoramablick über das Zellertal. Die Aussicht reichte von Arnbruck über Ober- und Unterried bis nach Drachselsried. Auch die markanten Bergrücken von Vogelsang, Hirschenstein, Predigtstuhl und Pröller waren gut zu erkennen. Besonders interessant war der Blick hinunter ins Asbachtal mit dem Arnikaweg, auf dem der Wald-Verein erst zwei Wochen zuvor unterwegs gewesen war.
Enzian, der höchste Punkt der Wanderung

Weiter ging es zum Enzian, mit 1.287 Metern dem höchsten Punkt der Wanderung. Nach einem kurzen Abstieg führte der Weg erneut bergauf. Unterwegs eröffnete sich ein beeindruckender Ausblick in den Lamer Winkel bis hin zum Zwercheck und den beiden Ossergipfeln. Am Gipfelkreuz angekommen, suchten sich die Wanderfreunde gemütliche Plätze für eine wohlverdiente Brotzeit. Eine Besonderheit des Gipfelkreuzes ist sein mit Edelstahl verkleideter Fuß, der bei Sonnenuntergang weithin sichtbar in die umliegenden Täler leuchtet.
Frisch gestärkt setzte die Gruppe ihre Wanderung fort. Über einen Bohlensteig ging es leicht bergab zur Enzianwiese, von der aus sich ein herrlicher Blick auf den Kleinen und Großen Arber bot. Anschließend verließen die Wanderer den Goldsteig und folgten der Route in Richtung Hüttlschachten. Auf dem sogenannten Marderweg, einer Forststraße am Fuße von Enzian und Heugstatt, führte die Strecke wieder in Richtung Schareben.

Ankunft am Hochstein
Ein weiteres Highlight wartete jedoch noch auf die Gruppe: der Hochstein mit seinem markanten Felsgipfel und dem großen Gipfelkreuz. Über einen zunächst kaum erkennbaren, schmalen Pfad ging es steil über Stock und Stein hinunter zum dritten Gipfel der Tour. Der Aufstieg auf die felsige Gipfelkuppe erforderte nochmals etwas Geschick und Trittsicherheit, wurde jedoch mit einem beeindruckenden Ausblick über das Zellertal belohnt. Bei der guten Fernsicht waren am Horizont sogar die Alpen mit dem Großen Priel und dem Dachstein zu erahnen.

Nachdem auch der dritte Gipfel erfolgreich gemeistert war, führte ein teilweise anspruchsvoller Steig zurück zum Ausgangspunkt nach Schareben. Damit lag eine erlebnisreiche Wanderung mit einigen sportlichen Herausforderungen hinter den Teilnehmern.
Kurz vor dem Ziel bedankte sich Martin Weinberger bei Wanderführer Leo Kolb für die hervorragende Organisation und Führung der abwechslungsreichen Tour.
Bei einer anschließenden gemütlichen Einkehr ließen die elf Wanderfreunde den gelungenen Tag in geselliger Runde ausklingen.
Die Drei-Gipfel-Tour zeigte einmal mehr, welche beeindruckenden Landschaften und herrlichen Ausblicke der Bayerische Wald zu bieten hat – und dass sich auch anspruchsvollere Wanderungen in guter Gemeinschaft besonders lohnen.
