Mitglieder trotzen Minustemperaturen und marschierten auf dem Gunthersteig.
30 hartgesottene Wald-Vereinsmitglieder trotzten den eisigen Temperaturen und machten sich dickvermummt mit Wanderführer Leo Kolb auf zur traditionellen Dreikönigswanderung.
Treffpunkt war bei der Rotwaldglashütte. Von dort ging es zum Haarholz und weiter auf dem Gunthersteig. Der Hl. Gunther war ein thüringischer Gaugraf und wurde im Jahre 1005 Benediktinermönch im Kloster Niederalteich. 1011 zog er mit mehreren Benediktinermönchen über Zwiesel, Lindberg, Gsenget nach Rinchnach, um dort ein Kloster zu errichten. Nach acht Jahren Rodungs- und Klosterbauarbeiten wurde das Kloster Rinchnach am 29. August 1019 durch den Passauer Bischof Berengat geweiht und war zu dieser Zeit die erste Siedlung des mittleren Bayerischen Waldes. Gunther wanderte weiter in den Böhmerwald und ließ sich dort als Einsiedler nieder.
Durch die Bewegung wurde den Wanderern schnell warm und man genoss die Landschaft, die sich durch die Sonneneinstrahlung von ihrer schönsten Seite zeigte – der Schnee und die mit Raureif bedeckten Bäume glitzerten und der knirschende Tiefschnee auf dem Trampelpfad quer durch den Wald verstärkte den schönen Eindruck noch.
Nach gut zwei Stunden waren die sieben Kilometer geschafft und der Ausgangspunkt – die Rotwaldglashütte – war zur Einkehr erreicht. Dort wurden die tapferen Marschierer durch Heinz Dick und Karl Rankl musikalisch begrüßt. Die Wanderer freuten sich, wieder im Warmen zu sein und ließen es sich bei den hausgemachten Kuchen, Kaffee oder einer Brotzeit gut gehen. Wanderwart Martin Weinberger dankte Leo Kolb und den Teilnehmern sehr herzlich, dass sich diese trotz der eisigen Temperaturen nicht davon abhalten ließen, diese traditionelle Dreikönigswanderung durchzuführen und mitzumachen. Der Nachmittag klang gemütlich und musikalisch bis in die Abendstunden aus.
von Marianne Hirschbold
